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Oktober 2007
Nachrichten:
02.10.2007 Larissa will auch Weltmeisterin werden
16-jährige aus Tegernheim ist der größte Fan von Nationalspielerin Simone Laudehr
Von Dieter Krelle, MZ
TEGERNHEIM. (02.10.2007)
"Sie ist mein großes Vorbild und jetzt ist sie Fußball-Weltmeisterin." Larissa Käufel steht noch unter dem Eindruck des Ereignisses. Der sportliche Teenager ist bekennender Fan der deutschen Nummer 14. Und mit Hilfe der eifrig mit bastelnden Eltern hat sie das während der WM-Wochen auch sichtbar zum Ausdruck bringen können. Vom
Anpfiff zum glorreichen 11:0 über Argentinien weg prangte am Balkongeländer des schmucken Hauses in der Tegernheimer Jahnstraße in großen Lettern auf einem fünf Meter breiten Transparent der Name Simone Laudehr.
"Ich habe es immer gehofft und mit meiner Klassenkameradin sogar eine Pizza darauf gewettet. Simone wird Weltmeisterin und schießt im Finale ein Tor", strahlt die 16-jährige Schülerin am Sonntag mit der Spätnachmittags-Sonne um die Wette.
Immer mit den Buben gekickt
" Dort drüben hat sie ihre Karriere begonnen", zeigt sie in Richtung Donaudamm, hinter dem in 100 Meter Luftlinie Entfernung ein Fußballplatz des FC Tegernheim liegt. Da hat Simone Laudehr als Mädchen immer mit den Buben gekickt, später ihre fußballerischen Fähigkeiten in der Mädchen-Mannschaft des SC Regensburg so schnell weiter entwickelt, dass
die Auswahlberufungen immer häufiger wurden. "Wir wollten zeigen, dass die Simone eine Tegernheimerin ist und wir stolz auf sie sind", sagt Vater Peter. Simones überglückliche Eltern, die bei den Käufels gemeinsam das WM-Finale im fernen Shanghai vor dem Fernseher verfolgt hatten, sind gerade wieder heim gefahren. Sie sehen die Tochter nur noch
selten, seit sie als U17-Nationalspielerin ein Lehrjahr beim FC Bayern absolviert und nach ihrem Wechsel zum FCR Duisburg vor drei Jahren schon U19-Weltmeisterin geworden war.
Ehrenplatz im Mädchenzimmer
Im Chat hatte damals Larissa Käufel Kontakt zu ihrem Idol aufgenommen. "Da hat sie noch im Büro gearbeitet. Jetzt ist sie bei der Bundeswehr. Deshalb geht das nicht mehr", bedauert die Schülerin, die dem Pokalfinal-Trikot 2007 von Simone Laudehr in ihrem mit vielen Bildern der Nationalspielerin dekorierten Mädchenzimmer einen Ehrenplatz eingeräumt hat.
Beim Pokalfinale in Berlin war sie ihrem Idol mal ganz nahe. Zum Empfang der Weltmeisterinnen am Frankfurter Römer wäre sie nur zu gerne gefahren, doch das ging wegen der Schule nicht.
Vater glaubt an das Talent
Diese hat für Larissa, die wegen einer hartnäckigen Fußverletzung noch auf ihr Debüt in der Bayernliga-U17 des SC Regensburg wartet, Priorität. Stürmerin ist sie, vom TV Barbing zum Sportclub gewechselt, weil sie sich fußballerisch weiter entwickeln will. "Es ist hart, nicht spielen zu können", sagt sie. Der Vater glaubt an ihr Talent. Bei den Käufels aber
wissen alle, dass Larissa und Simone nicht nur fünf Lebensjahre trennen. "Was sie erreicht hat, ist einfach unglaublich", sagt Larissa über ihr Idol. "Ich kann wenigstens sagen, dass ich immer von ihr überzeugt war."
 Frauenfußball-Weltmeisterschaft Finale Brasilien gegen Deutschland am Sonntag
in Shanghai: Simone Laudehr jubelt über ihr Tor zum 2:0-Endstand. Foto: dpa
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