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1. Die Anfangsjahre 1949 - 1956

Zeitgleich mit der Entstehung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wurde der FC Tegernheim e.V. 1949 gegründet.

Anfang des Jahres wurde nach Aussagen von Gründungsmitgliedern Georg Wolf sen. auf Anregung von Emil Biermeier und Anton Frammelsberger mit der Vorbereitung zu einer Gründungsversammlung beauftragt. Im Februar 1949 traf sich daraufhin Georg Wolf mit acht Herren im Nebenzimmer der Gaststätte Federl-Scheck zu einer Sitzung. Hier wurde endgültig der Entschluss gefasst, in Tegernheim einen Sportverein zu gründen.

Nach Festlegung des Termins, es war der 24. März 1949, stand der Gründungsversammlung nichts mehr im Wege.

Zur Gründungsversammlung erschienen 60 interessierte Sportler, die von Adolf Heiß begrüßt wurden. Weitere 45 Interessierte stellten einen Antrag zur Aufnahme in den Verein.

Auf dieser Versammlung wurden der Vereinsname "FC Tegernheim" festgelegt und die Vereinsfarben Schwarz/Weiß bestimmt. Der Aufnahmebeitrag betrug 1,-- DM, der Monatsbeitrag 0,50 DM. Die Wahl der Vorstandschaft, die von Emil Biermeier geleitet wurde, brachte folgendes Ergebnis

1. Vorsitzender Georg Beutl
2. Vorsitzender Max Kollmannsberger
1. Kassier Georg Brunner sen.
2. Kassier Josef Wolf
1. Schriftführer Adolf Heiss
2. Schriftführer Emil Biermeier jun.
Sportleiter Georg Wolf sen.
Spartenleiter-Fußball Anton Frammelsberger
Jugendleiter Felix Junker
Schülerleiter Raimund Roser
Gerätewart Josef Wolf

Im Protokoll der Gründungsversammlung ist über die Platzfrage folgendes niedergeschrieben: "Da noch keine endgültige Regelung dieser Frage möglich war, wurde festgelegt, dass das Training auf dem Turnplatz der Gemeinde stattfindet. Auf die Sperrzeiten dieses Platzes wurden die Teilnehmer hingewiesen. Es ist vorgesehen, die ersten Spiele auf den Donauwiesen von Herrn Max Kollmannsberger abzuhalten."

Auf dem ehemaligen Trainingsgelände (Turnplatz) befindet sich heute das Sportheim des FC Tegernheim.

Die Platzfrage beschäftigte auch weiterhin die Vorstandschaft. Obwohl kein geeigneter Platz in Aussicht stand, wurden bereits eine Senioren- und eine Jugendmannschaft aufgestellt. Trainiert wurden beide Mannschaften von Xaver Schmid, der selbst am Spielbetrieb teilnahm. Konrad Bitter, der alsbald zum Schriftführer gewählt wurde, übernahm die organisatorischen Aufgaben.

Hauptthema bei allen Versammlungen war die Platzfrage. Erst nachdem Landwirt Xaver Federl eine Wiese am Hardt-Graben zur Verfügung stellte, die von den Mitgliedern in vielen Arbeitseinsätzen zu einem Sportplatz ausgebaut wurde, konnte grünes Licht für einen geregelten Spielbetrieb gegeben werden. Eingeweiht wurde der Fußballplatz am 28. August 1949 mit einem Spiel gegen den SV Sinzing. Dieser Begegnung wohnte ebenfalls der Patenverein SV Donaustauf bei.

Bald darauf, am 11. September 1949, begann für den FC Tegernheim die Verbandsspielsaison.

Am 4. März 1950 fand die zweite Generalversammlung statt.

Von den anwesenden Vereinsmitgliedern wurde die bisherige Vorstandschaft wiedergewählt. Neu hinzu gewählt wurde Herr Schwendner, der die Aufgabe hatte, Termine und Veranstaltungen des Sportvereins festzulegen. Ein Tagesordnungspunkt dieser Generalversammlung zeigte schon, dass nicht nur Fußball in Tegernheim Vorrang hatte. Vereinsmitglieder stellten den Antrag, eine Tischtennis- und eine Leichtathletikabteilung zu gründen.

Ob es damals zur Gründung kam, ist aus den vorliegenden Protokollen nicht zu ersehen.

Auch in der Jugendarbeit konnte man Erfolge verbuchen. Bereits im zweiten Spieljahr errang die Jugendmannschaft den Meistertitel. Alle Bemühungen, auch weiterhin eine schlagkräftige Fußballabteilung aufzubauen, scheiterten an der Platzfrage. Das Fußballfeld war je nach Witterung in einem mehr oder weniger schlechten Zustand. In der Saison 1952/53 konnten nur zwei Begegnungen ausgetragen werden.

Da nur Auswärtsspiele bestritten wurden, ließ das Interesse bei den jungen Spielern nach. 1953 war der Verein gezwungen, den Spielbetrieb einzustellen. Während dieser Zwangspause wurden wiederholt Verhandlungen über eine neue Sportanlage geführt.

Durch die Hilfe der Gemeinde Tegernheim und die Bereitschaft der Grundstückseigentümer konnte im Jahr 1956 ein geeigneter Sportplatz geschaffen und die Aufnahme des Spielbetriebs in Aussicht gestellt werden. Dem Bemühen der Herren Max Käufel und Max Kollmannsberger ist es zu verdanken, dass die Verhandlungen positiv verliefen.